Aktuell melden sich viele Schweizer-Franken-Kreditnehmer beim Kreditopferverein, deren Kredite durch Banken panikartig und zu einem weit schlechteren Kurs als in der Stop-Loss-Order vereinbart, konvertiert wurden. Solche Konvertierungen sind unrechtmäßig (Grundlage: OGH-Entscheidung 2Ob 22/12t), ebenso wie andere nicht vereinbarte "Zwangskonvertierungen". Erfahrungsgemäß nehmen Banken Konvertierungen zu einem schlechteren Kurs zum Anlass, um von den Kreditnehmern Nachbesicherungen zu fordern - dies ist ebenfalls oft rechtswidrig.

Informationen des Vereins für Konsumenteninformation (VKI): "Brandbeschleuniger Stop-Loss bei Fremdwährungskrediten"

Konvertierungsklauseln wegen Unklarheit und Intransparenz für unwirksam erklärt: OGH-Enscheidung 8Ob 49/12g

"Illegale Klauseln bei Fremdwährungskrediten" (Die Presse, 21.08.2013)

Der Kreditopferverein empfiehlt Betroffenen, in Sachen Stopp-Loss selbst entsprechend aktiv zu werden. Nach OGH-Urteil 7Ob 191/14k müssen Rechtsschutzversicherungen Klagen wegen Fehlberatungen decken.

Bald entsteht die Situation, dass es Minuszinsen gibt - dass also Banken an Kreditnehmer Zinsen zahlen müssen. Achtung: Banken versuchen betroffenen Kreditnehmern Vereinbarungen unterzujubeln, die diese Frage in ihrem Sinn regeln sollen. Das ist gesetzwidrig! Der VKI wird dagegen mit Verbandsklagen vorgehen.

Hilfreiche Materialien des VKI zu Fremdwährungskrediten:

Alle Fremdwährungskreditnehmer sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit dem Kreditopferverein den Weg der Veränderung zu gehen und sich an den laufenden Sammelklagen zu beteiligen!