Bilanzen sind mathematisch gesprochen "unvollständige Funktionen", da Unternehmen über ein "verborgenes Gedächtnis" verfügen, wie Angebote, Finanzpläne, Budgets etc., welche jedoch nicht dem Kapitalmarkt offengelegt werden (Publikation der Bilanz), sehr wohl aber das Entscheidungsverhalten der Vorstände beeinflussen. Widerlegt ist die Behauptung, Bilanzen würden für den Leser (den "Bilanzadressaten") sinnvolle Informationen beinhalten.

Die Disziplinen Rechnungswesen und Finanzwirtschaft (Accounting & Finance) behaupten, aus den monetären Größen wie Eigen-/Fremdkapitalrelationen, Ein- und Auszahlungen, indirekt berechneten Cash Flows, Verschuldungsdauern etc. einerseits kausale Abhängigkeiten darstellen als auch Prognosen ableiten zu können.
Wissenschaftlich betrachtet ist das völlig unhaltbar, denn durch Accounting & Finance werden Unternehmen als "Black Box" dargestellt. Genauer als "nicht-triviale Maschinen" im Sinne der Kybernetik. Und es liegt in der Natur von nicht-trivialen Maschinen, dass außenstehende Beobachter bei ihnen weder Kausalitäten erkennen noch Prognosen über ihr (weiteres) Verhalten abgeben können.

Universitäten, welche Lehrstühle für Accounting & Finance eingerichtet haben, müßten sich konsequenterweise überlegen, auch solche für Astrologie einzurichten oder aber erstere abzuschaffen.

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